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Light-Getränke: gesunde Alternative oder Süßfalle?

Light-Getränke: gesunde Alternative oder Süßfalle?

Natürlich kennen wir das auch. Wir haben Lust auf etwas leckeres zu Trinken und wollen nicht zum gezuckerten Softdrink greifen. Dann scheinen Light-Getränke ein gute Alternative zu sein. Schließlich enthalten Sie keinen Zucker und sind somit gesund, richtig?

Wie gesund sind Light-Produkte?

Nein, tatsächlich liegt man damit sogar ziemlich falsch, denn Light-Produkte müssen nicht automatisch gesünder sein. Das Gesetzt schreibt zum Thema light vor, dass der Anteil eines Inhaltstoffs wie Zucker oder Fett 30 Prozent geringer ist als bei einem vergleichbaren Produkt, damit auf der Verpackung light stehen darf. Es sind nicht automatisch weniger Kalorien enthalten, viel eher wird stattdessen oft, wie zum Beispiel bei fettfreien Lebensmitteln, mehr Zucker zugesetzt oder viele Zusatzstoffe. So ist es auch bei Light-Getränken. In ihnen sind meistens die drei Süßstoffe Aspertam (E951), Acesulfan (E950) und Cyclamat (E952) enthalten.

Süßstoffe – Krankmacher oder leckerer Ersatz?

Damit ein Zusatzstoff, wie ein künstliches Süßungsmittel, in der EU verwendet werden darf, muss er vorher als unbedenklich eingestuft werden. Zu den drei Süßstoffen gibt es verschiedene Studien. Sie alle wurden in der EU zugelassen, jedoch einzeln. Da fange das Problem gerade an, meint Ernährungsexpertin Jessica Fischer der Verbraucherzentrale Berlin gegenüber dem Stern: “Derzeit existieren keine Daten darüber, wie die Mittel zusammenwirken – also ob sie womöglich gesundheitliche Risiken bergen, die bislang unentdeckt geblieben sind.”

Tatsächlich wurde Cyclamat in den USA nicht zugelassen. Denn den Studien, die die Unbedenklichkeit des Süßstoffes bescheinigen, stehen unter anderem Tierversuche mit Ratten gegenüber, die ein erhöhte Tumorrisiko feststellten. Solche Tierversuche sind aber nicht direkt übertragbar auf den Menschen. Auch für Aspertam gibt es ähnliche Studien, der Zusatzstoff ist in den USA jedoch zugelassen.

Ein weiterer Kontrapunkt gegen Süßstoffe ist, wie Jessica Fischer betont, das Heraufsetzen der Süßschwelle. “Wir brauchen immer mehr Süßstoff, um die Süße überhaupt schmecken zu können.” Dieser Gewöhnungseffekt sei besonders bei Kindern problematisch. Als Konsequenz greifen die Menschen also immer öfter zu immer stärker gesüßten Produkten.

Drinks auf einer Theke
In süßen Getränken verstecken sich, wenn nicht Zucker, meistens Süßstoffe (Foto: Roman Kraft/unsplash)

Finger weg von Light-Produkten?

Heißt das jetzt man darf gar keine Light-Produkte mehr zu sich nehmen? Die Ernährungsexpertin rät, und ihrer Meinung können wir uns nur anschließen, zu einem gesunden Mittelmaß. Hochverarbeitete Lebensmittel sollte man generell nur in Maßen genießen, aber ein Glas Cola Light ab und an, sollte keinen Schaden verursachen. Man sollte sich jedoch bewusst machen, dass Light-Produkte oft einen psychologischen Effekt haben. Verzehrt man Light-Produkte neigt man eher dazu, sich die eingesparten Kalorien auf einem anderen Weg wieder zurück zu holen.

Wozu sollte man besser greifen?

Johanna hat mich gefragt, was wir selber für ein Light-Getränk entwickeln können. Auf meinen Vorschlag einen coolen grünen Eistee zu machen ist sie in schallendes Gelächter ausgebrochen. Aber mal ehrlich: ungesüßter Tee und Wasser sind die besten Alternativen und das muss nicht so langweilig sein, wie es klingt. Wir haben uns für eine sebstgemachte “Klub Mate” entschieden. Einen frischen und spritzigen Mate Eistee mit Zitrone und Sprudelwasser. Der ist wirklich lecker, löscht den Durst und macht wach. Unten im Video findet ihr das Rezept und Johanna zeigt euch, die inneren Werte von Cola und Cola Light.

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